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„Systemische Antigewalttrainer*innen“ in sozialpädagogischen Fanprojekten in NRW als Antwort auf populistischen Diskurs

Wer aktuell die mediale Berichterstattung zum Thema Gewalt im Fußball verfolgt, gewinnt schnell den Eindruck, deutsche Stadien befänden sich in einer permanenten Sicherheitskrise. Einzelne Vorfälle werden aufgegriffen, emotional aufgeladen und nicht selten als Beleg für ein grundsätzliches Versagen der Fankultur interpretiert. Diese Debatte wird zunehmend von populistischen Forderungen nach mehr Repression, mehr Verboten und härteren Maßnahmen geprägt. Dass Gewalt im Fußball existiert, steht außer Frage. Sie ist kein neues Phänomen, sondern begleitet den Fußball seit Jahrzehnten und ist eng mit gesellschaftlichen Entwicklungen, Gruppendynamiken und traditionellen Männlichkeitsbildern verknüpft. Gerade deshalb braucht es eine sachliche, differenzierte und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Glücklicherweise ist Gewalt in und um Fußballstadien rückläufig, selbst die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) weist in ihrem aktuellen Jahresbericht darauf hin, dass die Stadien in Deutschland sichere Orte sind. Wer dennoch vor allem über Verbote, Sanktionen und Abschreckung spricht, wer ganze Fankurven permanent mit Störern und Starftätern gleichsetzt, verkennt die Realität und riskiert, bestehende Fronten weiter zu verhärten. Möglicherweise ist die Polaisierung auch Teil der politischen Debattenkultur. Repression alleine hat noch nie nachhaltige Prävention ersetzt. (mehr …)


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