Aktuelles

Kooperationsprojekt: Vielfalt auf den Rängen 2021

Mit einem Workshop aller Fanprojekte aus Nordrhein-Westfalen zum Thema Inklusion ist am 27. Mai 2021 das Projekt „Vielfalt auf’n Rängen” (VAR) angelaufen. Bis zum Ende des Jahres möchte die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW e.V. (LAG) gemeinsam mit KickIn! – der Beratungsstelle für Inklusion im Fußball der Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft e. V. (KickIn!) gesellschaftliche Vielfalt, deren Sichtbarkeit und insbesondere die Inklusion marginalisierter Gruppen im Fußball fördern.

Ralf Zänger (Fanprojekt Bochum): “Wir als Fanprojekt Bochum sind froh, bereits zu einem so frühen Zeitpunkt in das Projekt involviert zu sein. Damit machen wir erneut auf das breite Angebot der Fanprojekte in gesellschaftsrelevanten Bereichen aufmerksam, Integration und Inklusion sind fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit.”


Konkret soll dies über die Umsetzung von Weiterbildungselementen für Mitarbeitende, medienpädagogische Sensibilisierungsworkshops mit Fans sowie die Erstellung von Videoporträts an ausgewählten Standorten der NRW-Fanprojekte geschehen. Auf diese Weise wird die Strahlkraft des Fußballs genutzt, um Fanprojekte und Projektteilnehmende sowie die (fußballaffine) Öffentlichkeit für Vielfalt, Inklusion und Integration zu sensibilisieren und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. (mehr …)


Besucht uns auf dem digitalen #DHJT 2021!

Der 17. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag öffnet vom 18.-20. Mai 2021 digital seine Türen! Der größte Jugendhilfegipfel in Europa findet in diesem Jahr rein digital statt. Entdeckt die vielfältigen Angebote, die für alle Besucher*innen komplett kostenfrei sind.Unter der Motto „Gemeinsam Zukunft schaffen – Jetzt in NRW“ bietet das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen verschiedenen Trägern der Kinder- & Jugendhilfe die Möglichkeit, sich auf dem Messestand des MKFFIs zu präsentieren, dort findet Ihr auch den Stand der Fanprojekte in NRW: https://mkffi-nrw.expo-ip.com/stand/30

Wir freuen uns auf Euren Besuch und verweisen zudem auf das spannende Programm auf der Aktionsbühne: https://mkffi-nrw.expo-ip.com/media/buehnenprogramm-18-20-mai-2021-FJ35KvYEUrn1MUw.pdf

 


Wenn jeder Fanmarsch strafbar wird – Fanhilfen NRW und LAG Fanprojekte kritisieren das geplante NRW-Versammlungsgesetz

Mit großer Sorge nehmen wir, die Fanhilfen aus Nordrhein-Westfalen sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (LAG), den aktuellen Gesetzesentwurf der Landesregierung zur Einführung eines Versammlungsgesetzes zur Kenntnis. Der unbestimmte Wortlaut sowie die Anwendbarkeit des Versammlungsgesetzes auch auf schlichte An- und Abreisen bei Fußballspielen lassen uns befürchten, dass bald jeder noch so friedliche Fanmarsch zu Strafverfahren gegen Fußballfans führen wird.

Fanmärsche sind elementarer Bestandteil der Fankultur. Sei es der einfache Gang vom Bahnhof zum Stadion bei einem Auswärtsspiel, ein organisierter Marsch durch die Stadt im Europapokal oder eine Demonstration mit fanpolitischem Inhalt – die Bilder von tausenden Fans, die durch die Straßen einer Stadt ziehen, sind jedem Sportbegeisterten vor Augen. Nicht selten sind die Fans dabei in einheitlichen (Vereins-) Farben oder in extra angefertigten Mottoartikeln unterwegs.

Diese Bilder könnten bald der Vergangenheit angehören. Bereits heute ist das bestehende Versammlungsgesetz anwendbar auf Fußballfanmärsche aller Art und kann beispielsweise zu Ermittlungsverfahren führen, wenn Schals im Winter zu weit oben im Gesicht getragen werden – Stichwort ,,Vermummung‘‘. Der Gesetzesentwurf der Landesregierung geht nun aber so weit, dass bereits auch nur die Teilnahme an einem Fanmarsch strafbar sein könnte, ohne, dass irgendeine konkrete Handlung vorgenommen wird.

Im Zentrum unserer Kritik steht dabei der §18 VersG-E NRW, das sogenannte Militanzverbot. Demnach soll es zukünftig verboten sein ,,eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel oder sonstige öffentliche Veranstaltung unter freiem Himmel zu veranstalten, zu leiten oder an ihr teilzunehmen, wenn diese infolge des äußeren Erscheinungsbildes

1. durch das Tragen von Uniformen, Uniformteilen oder uniformähnlichen Kleidungsstücken
2. durch ein paramilitärisches Auftreten oder
3. in vergleichbarer Weise
Gewaltbereitschaft vermittelt und dadurch einschüchternd wirkt.‘‘ (mehr …)


Online Buchvorstellung & Diskussion: Antisemitismus in Fankulturen am 7. Mai 2021 um 19:00 Uhr

RB Leipzig zieht die Kritik vieler Fans auf sich. Pavel Brunssen beleuchtet in seinem Buch „Antisemitismus in Fußball-Fankulturen“ das Ressentiment gegen RB aus antisemitismuskritischer Perspektive.

Bundesligist und Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig ist ein Verein, der seit seiner Gründung im Jahr 2009 die Kritik und Abneigung verschiedener Fanlager anderer Klubs auf sich zieht. Autor und Antisemitismusforscher Pavel Brunssen untersucht in seinem jetzt veröffentlichten Werk „Antisemitismus in Fußball-Fankulturen“ das Ressentiment gegen RB Leipzig aus antisemitismuskritischer Perspektive.

Entstanden ist laut Beltz-Verlag eine fundierte Auseinandersetzung, die eine innovative wie richtungsweisende Studie der Ultras im Zusammenhang mit Antisemitismus vorstelle. Brunssen sei im Zuge der Untersuchungen zu der Auffassung gekommen, dass sich die Ablehnung RB Leipzigs aus einem „jahrhundertealten Fundus antisemitischer Bilder speist“.
Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung wird Brunssen sein neues Werk erläutern und vorstellen. Mit dabei sind Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum (Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin) und Paula Scholz (Netzwerk Erinnerungsarbeit des HSV, F_in – Netzwerk Frauen im Fußball, freie Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

Im Anschluss ist eine offene Diskussion erwünscht.
Die Teilnahme erfolgt via Zoom-Call und ist kostenlos.
Anmeldungen bitte an vermittlung@fussballmuseum.de.
Der Link zur Zoom-Veranstaltung folgt dann kurz vor Beginn der Veranstaltung.

-Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.-

Eine gemeinsame Veranstaltung  der LAG Fanprojekte NRW und dem Deutschen Fußballmuseum.


WAS IST WAS – Die wichtigsten Begriffe aus dem Arbeitsfeld der sozialpädagogischenFanprojekte

Der Titel hält was er verspricht – die neue Ausgabe des Glossars „Was ist was“ zeichnet einen Überblick der unterschiedlichen Netzwerkpartner*innen sowie wichtiger Begrifflichkeiten aus dem Arbeitsfeld der sozialpädagogischen Fanarbeit. Sie richtet sich daher insbesondere an Neueinsteiger*innen sowie Interessierte im Arbeitsfeld.
Die Ausgabe ist aus einer gemeinsamen Kooperation zwischen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG), der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW (LAG) sowie der Koordinationsstelle Fanprojekte b.d. dsj (KOS) entstanden.

Handbuch-Neueinsteigerinnen


Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj informiert: Qualität mit Siegel – Bestätigung für die gute Arbeit der Fanprojekte

Nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte. Das gilt auch für die sozialpädagogische Fanarbeit. Dafür wurde 2010 ein Konzept zur Qualitätssicherung eingeführt, inzwischen ist der zweite Prüfzyklus abgeschlossen. 60 Fanprojekte haben bis September 2020 das Qualitätssiegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“ erhalten.

Wie lässt sich die Qualität von Sozialarbeit mit Fußballfans, also die Kerntätigkeit der Fanprojekte, bewerten, evaluieren, verbessern? Um diese Frage zu beantworten, wurde 2010 das Qualitätssiegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“ eingeführt. Bis 2015 wurden 51 Fanprojekte in einem ersten Zyklus geprüft und erfolgreich zertifiziert. Nun ist im September 2020 der zweite Prüfzyklus, dem ein Pilotprojekt vorgeschaltet war, abgeschlossen. Auch diesmal haben alle 60 untersuchten Fanprojekte das Qualitätssiegel erhalten. Anders als im ersten Durchgang wurde die Datenerhebung von einem externen und unabhängigen Institut, dem Centrum für Evaluation (CEval GmbH) aus Saarbrücken, durchgeführt. Hat ein Fanprojekt den Prozess erfolgreich abgeschlossen, behält das Qualitätssiegel für drei Jahre seine Gültigkeit.

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NRW-Integrations- & Jugendminister Dr. Joachim Stamp besucht das Imkereiprojekt „RefuBEE“ mit geflüchteten Jugendlichen des Fanprojekts Dortmund

Im Rahmen des NRW-Förderprogramms zur Integration junger Geflüchteter hat das BVB-Lernzentrum, in Trägerschaft des Fan-Projekts Dortmund e.V., ein besonderes Imkerprojekt namens „RefuBEE“ entwickelt.
Junge Menschen mit Fluchthintergrund haben an drei verschiedenen Standorten Bienenvölker angesiedelt und diese unter fachmännischer Betreuung über den Sommer begleitet. Nun konnte das stolze Ergebnis, die ersten RefuBEE-Honiggläser, dem NRW Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie stellvertretenden Ministerpräsident Dr. Joachim Stamp präsentiert werden. Zusammen mit drei Jugendlichen führte Dennis Knöppel, Mitarbeiter des BVB-Lernzentrums und Hobbyimker, den Minister in die Kunst der Honiggewinnung ein. Ebenso wurden zusammen mit den Jugendlichen Bienenwachsmalstifte angefertigt. Dr. Joachim Stamp würdigte die geleiteste Arbeit und betonte die hohe Bedeutung von Projekten zur gesellschaftlichen Integration von geflüchteten Jugendlichen und lobte den Zugang der Fanprojekte zu verschiedenen Anspruchsgrupen, die über die Beigeisterung am Fußball genutzt werden.

Darüber hinaus informierte er sich über die Ziele der politischen Jugendbildungsarbeit der Fanprojekte sowie über die aktuellen Entwicklungen in den Fanszenen sowie über die Herausforderungen die sich auf Grund der Corona-Pandemie für Fans und Vereine aber auch die aufsuchende Jugendsozialarbeit ergeben. Im Rahmen der 90 Minütigen Diskussion erwies sich Minister Dr. Stamp erneut als ausgewiesener Fußballfachmann und Freund der vielschichtigen Angebote der sozialpädagogischen Fanprojekte in NRW. Einen Schwerpunkt seiner Nachfragen legte er auf die Prävention von antisemitischen Vorurteilen im Fußball. In diesem Rahmen wurde Herrn Stamp die Broschüre der Fanprojekte in der NRW überreicht, in der die historisch-politischen Bildungsangebote der einzelenen Standorte genauer vorgestellt werden. (Link Broschüre)
Das Fanprojekt Dortmund und die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW dankten dem Minister ihrerseits für sein Engagement, welches einen erheblichen Beitrag zur Realisierung diverser Projekte in den Bereichen Integration sowie der umfangreichen Diskriminierungsprävention liefert.


Pressemitteilung: Fanprojekte NRW präsentieren 5. Fußballkulturtage NRW

Bochum, 01. Oktober 2020:  Ob in Kunst, Literatur oder Kino – Fußball und Kultur sind mittlerweile ein eingespieltes Duo. Vom 6. bis 21. Oktober 2020 präsentieren die Fanprojekte in Nordrhein-Westfalen insgesamt 33 Veranstaltungen, verteilt auf das gesamte Bundesland.

Kulturveranstaltungen sind fester Bestandteil der Fanprojektarbeit, um jugendliche Fans zur Erweiterung ihres Fußballhorizonts anzuregen. Mit den Fußballkulturtagen NRW schaffen es die sozialpädagogischen Fanprojekte auf nordrhein-westfälischer Landesebene erneut, den Themen, die ansonsten in der medialen Betrachtung des Fußballs eher unterrepräsentiert sind, eine gewisse Öffentlichkeit zu geben.

„Erinnern heißt handeln“ heißt der Leitsatz, der sich auf den Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe bezieht. Viele Standorte präsentieren Angebote im Bereich der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit und stellen somit einen Bezug zum Fußball sowie zur Gegenwart dar. Dafür wird sich verschiedener Formate bedient, so gibt es Vorträge, historisch-politische Stadtrundgänge, Filmbeiträge und sogar eine Tour mit dem Rad.

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Dorstfeld im Gespräch: Rechtsextremismus als Herausforderung für Sportvereine

Dorstfeld im Gespräch: Rechtsextremismus als Herausforderung für Sportvereine

8. September 2020, 18.30 Uhr in der Gymnastikhalle des SV Eintracht Dorstfeld, Am Wasserfall 26, 44149 Dortmund (Zugang ist über die Schulhöfe der Fine-Frau-Grundschule und der Martin-Luther-King-Gesamtschule möglich)

(Sport)vereine sind ein wesentliches Element von Zivilgesellschaft und leisten ein wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration – so auch in Dorstfeld. Doch zugleich sehen sich Sportvereine auch immer wieder mit Rechtsextremen konfrontiert, sei es als Mitglieder, durch Unterwanderungsversuche oder aber auch als Zuschauer*innen bei Sportveranstaltungen. Neben der Frage, wie politisch Sportvereine sein können und müssen stellt sich die praktische Herausforderung mit dem Umgang mit Rechtsextremismus. Welche Strategien und präventiven Maßnahmen können Sportvereine hier verfolgen, was hat sich als hilfreich erwiesen? Und welche Rolle kommt Vereinen in der Bekämpfung des Rechtsextremismus sowie diskriminierender Haltungen zu?

Diese und weitere Fragen wollen wir zusammen mit Patrick Arnold (Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW e.V. ) und Gundolf Walaschewski (Präsident des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen) im Rahmen von »Dorstfeld im Gespräch« diskutieren. (mehr …)


Nähanleitung Mund-Nasen-Maske

Covid-19 hat die Welt aktuell mit seinen negativen Auswirkungen in vielen Bereichen fest im Griff, die Konsequenzen auf die mobile Jugendarbeit mit Fußballfans sind aktuell noch nicht absehbar. Grundvoraussetzung für eine gelingende Jugendarbeit war in der Vergangenheit stets ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen allen in die Fanarbeit involvierten Personen, Grundlage dafür ist neben vielen weiteren Faktoren vor allem ein belastbarer persönlicher Kontakt. Dieser ist aktuell massiv eingeschränkt, diesen Beschluss der Entscheidungsträger*innen finden wir richtig und nachvollziehbar.
Viele Personen und Institutionen müssen die praktische Arbeit aktuell an die neuen Voraussetzungen anpassen, das gilt auch für die sozialpädagogischen Fanprojekte, die den Umgang mit der Krise vielerorts gut meistern und bereits neue Angebotsformate entwickelt haben. Einkaufshilfen, online-basierte Seminare, Lesungen, Quizrunden – die Angebotspalette ist breit und vielfältig, aber auch die Einzelfallhilfe findet nach wie vor statt, den Nutzern der Angebote stehen verschiedene Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.
Zur Unterhaltung sowie zur Inspiration haben wir für Euch ein kleines Tutorial erstellt, in dem erklärt wird, wie man relativ einfach eine Mund-Nasen-Maske nähen kann. Diese Maske ist bzw. ersetzt kein medizinisches Produkt, dennoch hilft sie dabei, die Verbreitung der eigenen Viren einzuschränken, zudem stärkt sie das subjektive Sicherheitsempfinden in der Krise.
Bleibt zu Hause, nutzt die Zeit sinnvoll, denkt an Eure Mitmenschen und bleibt gesund.


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