Das 10. Fancamp NRW liegt hinter uns und einmal mehr blicken wir auf fünf rundum gelungene Tage in den Niederlanden zurück. Gemeinsam mit knapp 50 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus neun angeschlossenen Fanprojektstandorten verbrachten wir eine abwechslungsreiche Woche im Dijke Haus des CVJM Oberhausen in Scharendijke. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner besten Seite und sorgte dafür, dass wir sämtliche Mahlzeiten unter freiem Himmel genießen konnten. Dass dabei auch die ein oder andere Kugel Eis den Weg in hungrige Mägen fand, versteht sich bei sommerlichen Temperaturen fast von selbst.
Das Programm war so vielfältig wie die Gruppe selbst. Strandbesuche, Fußball, Tischtennis und Kicker gehörten ebenso dazu wie ein Graffiti-Workshop, eine Schnitzeljagd, gemeinsames Kochen oder entspannte Abende am Lagerfeuer mit Stockbrot und einer ausgiebigen Runde „Werwolf“. Gemeinsam besuchten wir außerdem die Kirmes in Renesse, genossen die Sonnenuntergänge am Strand, verbrachten viel Zeit mit Gesprächen, Sport, Lachen. Eben all das, was einen gelungenen Ferienaufenthalt ausmacht.
Für viele dürfte jedoch ein Programmpunkt besonders in Erinnerung bleiben: der Ausflug zur Waterjump-Rutsche am Grevelingemeerdeich. Mit ordentlich Tempo ging es über die Rampe direkt ins Meer. Ein Erlebnis, das bei den Teilnehmenden für reichlich Adrenalin, Begeisterung und viele mutige Wiederholungsversuche sorgte.
Neben all den gemeinsamen Aktivitäten stand vor allem das im Mittelpunkt, was das Fancamp seit mittlerweile zehn Jahren auszeichnet: Begegnung. Junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Fanidentitäten kamen miteinander ins Gespräch, lernten sich kennen und stellten häufig fest, dass sie trotz unterschiedlicher Vereinsfarben mehr verbindet als trennt. Solche Erfahrungen entstehen nicht zufällig. Gruppenprozesse entwickeln sich besonders positiv, wenn sie pädagogisch begleitet werden und Raum für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Erleben geschaffen wird. Genau darin liegt seit vielen Jahren die besondere Stärke des Fancamps NRW.
Freizeiten wie diese leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialpädagogischen Arbeit der Fanprojekte. Sie schaffen Gelegenheiten, Vorurteile abzubauen, Vertrauen wachsen zu lassen und Beziehungen zwischen den Jugendlichen sowie zu den Fachkräften nachhaltig zu stärken. Abseits des oft hektischen Bundesligaalltags entstehen Gespräche, die im Stadionalltag selten möglich wären. Diese gemeinsame Zeit verbessert die Beziehungsqualität und schafft eine tragfähige Grundlage für die weitere pädagogische Arbeit an den jeweiligen Standorten. Ein Mehrwert, der weit über die fünf Tage des Camps hinaus wirkt.
Als Landesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte NRW bedanken wir uns herzlich bei allen Teilnehmenden sowie den mitgereisten Teamer*innen. Ihr habt das Fancamp erneut mit Leben gefüllt und dazu beigetragen, dass aus vielen Einzelnen innerhalb weniger Tage eine Gemeinschaft geworden ist. Nach fünf intensiven, erlebnisreichen Tagen dürften zwar alle mit einem kleinen Schlafdefizit nach Hause gefahren sein, dafür aber mit vielen neuen Erfahrungen, Erinnerungen und Kontakten im Gepäck.
Eines steht deshalb schon jetzt fest: Auch 2027 wird es wieder ein Fancamp NRW geben. Vom 26. bis 30. Juli 2027, traditionell in der zweiten Woche der NRW-Sommerferien, heißt es wieder: gemeinsam unterwegs sein, neue Menschen kennenlernen und unvergessliche Tage erleben. Wir freuen uns schon jetzt darauf.






