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Gewalt, Gefahr, Kontrollverlust: Wenn über Fußballfans und Stadionsicherheit gesprochen wird, dominieren häufig genau diese Bilder. Im Zusammenspiel von Innenministerkonferenz, Polizeien, Politik und medialer Berichterstattung entsteht ein Sicherheitsdiskurs, in dem Fans schnell zu potenziellen „Gefährdern“ werden.

Doch was passiert, wenn potenzielle Kriminalität zum Ausgangspunkt politischen Handelns wird? Wenn Sicherheit vor allem durch Kontrolle, Sanktionen und weitere Repression hergestellt werden soll, während Dialog und Prävention in den Hintergrund treten?

Unser Vortrag wirft einen kritischen sozialwissenschaftlichen Blick auf die aktuellen Debatten rund um Fußball und Stadionsicherheit. Im Mittelpunkt stehen Punitivität, Populismus und politische Inszenierung, aber auch Konzepte wie „Moral Panic“ und „Folk Devils“ sowie „Governing through Crime“.

Dabei geht es nicht darum, reale Probleme und Gewalt im Fußball zu negieren. Es geht um die Frage, wie diese Probleme gesellschaftlich konstruiert, politisch genutzt und medial verstärkt werden und welche Folgen es hat, wenn Sicherheit zum dominierenden Regierungsparadigma wird.

Wer definiert eigentlich, was ein „sicheres Stadion“ ist?

Wer gilt als Risiko – und warum?

Und warum spielt Dialog in der aktuellen Debatte eine so geringe Rolle? #Stadionallianzen

Ein Vortrag über Fußball, Macht, Sicherheit und die politische Produktion von Angst.

Link zur Veranstaltung: https://us02web.zoom.us/j/83779797202?pwd=L2Jdx6MIDcNsndVZI29cfkRNnopKCw.1


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