Aktuelles

Fachstelle der Fanprojekte NRW erhält Ernst Alexander Auszeichnung für Integration, Vielfalt und Toleranz

Der FC Schalke 04 hat als erster Bundesligist 1994 den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in seine Satzung aufgenommen. Damit machen der Verein und seine Mitglieder unmissverständlich klar: Wer andere Menschen ausgrenzt, hat auf Schalke keinen Platz. Kumpel stehen füreinander ein – Schalker machen sich für Menschen stark, die diskriminiert werden. Deshalb hat der Verein die Ernst Alexander Auszeichnung ins Leben gerufen, die erstmalig 2018 verliehen wurde.

Ernst Alexander war ein jüdischer Spieler des FC Schalke 04, den die Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet haben. Der Verein hat sich damals nicht schützend vor seine jüdischen Mitglieder gestellt. Aus der Vergangenheit erwächst eine Verantwortung für die Zukunft. Mit der Ernst Alexander Auszeichnung holt der S04 ihn und alle anderen jüdischen Mitglieder, die entrechtet, verfolgt und ermordet wurden, symbolisch in die Vereinsfamilie zurück. Mit der Auszeichnung ehrt der FC Schalke 04 zudem Menschen, die sich für Integration, Vielfalt und Toleranz einsetzen.

„Die Fanprojekte in NRW setzen sich in herausragender Weise für Toleranz und Vielfalt im Fußball ein. Ihr Ziel ist es, neben dem Antisemitismus unterschiedlichste Diskriminierungsformen in Vergangenheit und Gegenwart sichtbar zu machen und durch mannigfaltige präventive Angebote die aktuellen Erscheinungsformen insbesondere rund um den Fußballsport zurückzudrängen“, lobt Sebastian Buntkirchen, Direktor für Fans und Vereinsangelegenheiten sowie Geschäftsführer der vereinseigenen Stiftung Schalke hilft!.

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28. Januar 2021 um 19 Uhr – Online-Vortrag: Antisemitismus im Fußball

Ob als Fangesang oder körperlicher Angriff auf dem Platz: Auch im Fußball ist regelmäßig Antisemitismus zu beobachten. Antisemitische Beleidigungen werden genutzt, um gegnerische Fans oder Spieler abzuwerten – das sogenannten „U-Bahn-Lied“ haben viele Fans schon einmal gehört. Jüdische Makkabi-Vereine sind bei ihren Spielen mit offener Feindschaft konfrontiert. Zugleich finden sich aber auch subtilere Formen des Antisemitismus in den Stadien, die nicht immer als solche erkannt werden.
In dem Vortrag soll anhand der spezifischen Funktionen des Antisemitismus deutlich gemacht werden, warum dieser mehr als nur ein Vorurteil ist und welche Anknüpfungspunkte sich im Fußball für antisemitische Haltungen ergeben. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie sich Antisemitismus im Fußball entwickelt hat und auf welche Weise er sich dort artikuliert. Anschließend kann gemeinsam über Gegenstrategien diskutiert werden.

Referent: Micha Neumann ist Sozialpädagoge und arbeitet bei ADIRA, einer Beratungsstelle für Betroffene antisemitischer Diskriminierung.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird die Veranstaltung als Zoom-Call durchgeführt. Eine vorherige Anmeldung ist nötig. Bitte schreiben Sie eine Mail an vermittlung@fussballmuseum.de. Dann erhalten Sie den vor der Veranstaltung den entsprechenden Link.

-Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.-

Eine Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußballmuseum sowie dem Fanprojekt Dortmund in Kooperation mit der Initiative „!Nie wieder. 17. Erinnerungstag im deutschen Fußball“

Diese Veranstaltung war ursprünglich im Oktober 2020 im Rahmen der Fußball-Kultrurtage NRW vorgesehen und musste auf Grund von Krankheit kurzfristig verschoben werden.


Anstatt Karten – Weihnachtsgrüße und Jahresrückblick der Fanprojekte NRW

Ein Jahr voller Herausforderungen liegt hinter uns, trotzdem wollen wir versuchen ein positives Resumee zu ziehen. Die Fanprojekte in NRW haben die Zeit während der Covid-19 Pandemie genutzt und sich fachkundig auf die neuen Rahmenbdedingungen eingestellt, viele neue Angebotsformate entwickelt und das Netzwerk der sozialpädagogischen Fanprojekte weiter professionalisiert.

Im Rahmen der diesjährigen Fußballkulturtage NRW fand am Standort Köln ein beachtlicher Poetry-Slam Workshop statt, im Rahmen dessen wir Julius Esser kennengelernt haben. Da vor allem auch die Branche der Kulturschaffenden massive Einschnitte hinnehmen musste, haben wir uns entschieden in diesem Jahr auf das Versenden von Weihnachtskarten zu verzichten und einen kleinen Jahresrückblick in Form eines Poetry-Slam zu veröffentlichen.

Für die Weihnachtsfeiertage wünschen wir unseren Förderern, Netzwerk- und Kooperationspartnern Ruhe und Geborgenheit im Kreise Ihrer Liebsten sowie die nötige Erholung. Wir sehen uns im neuen Jahr und freuen uns bereits auf die Zusammenarbeit und allen voran: die Krise gemeinsam zu bewältigen.

Viel Spaß beim Ansehen wünscht Euch die LAG Fanprojekte NRW e.V.!


Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj informiert: Qualität mit Siegel – Bestätigung für die gute Arbeit der Fanprojekte

Nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte. Das gilt auch für die sozialpädagogische Fanarbeit. Dafür wurde 2010 ein Konzept zur Qualitätssicherung eingeführt, inzwischen ist der zweite Prüfzyklus abgeschlossen. 60 Fanprojekte haben bis September 2020 das Qualitätssiegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“ erhalten.

Wie lässt sich die Qualität von Sozialarbeit mit Fußballfans, also die Kerntätigkeit der Fanprojekte, bewerten, evaluieren, verbessern? Um diese Frage zu beantworten, wurde 2010 das Qualitätssiegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“ eingeführt. Bis 2015 wurden 51 Fanprojekte in einem ersten Zyklus geprüft und erfolgreich zertifiziert. Nun ist im September 2020 der zweite Prüfzyklus, dem ein Pilotprojekt vorgeschaltet war, abgeschlossen. Auch diesmal haben alle 60 untersuchten Fanprojekte das Qualitätssiegel erhalten. Anders als im ersten Durchgang wurde die Datenerhebung von einem externen und unabhängigen Institut, dem Centrum für Evaluation (CEval GmbH) aus Saarbrücken, durchgeführt. Hat ein Fanprojekt den Prozess erfolgreich abgeschlossen, behält das Qualitätssiegel für drei Jahre seine Gültigkeit.

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LAG NRW und STARK Esports starten regionale Gaming und Esports-Initiative

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Fan Projekte NRW e.V. (LAG NRW) geht den Schritt in eine digitale Zukunft. Gemeinsam mit der Bochumer Agentur STARK Esports wurde eine Initiative ins Leben gerufen, die die Förderung und Unterhaltung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fußballfans zum Ziel hat. Die Zusammenarbeit soll im Sinne von gemeinsamen Werten wie Regionalität und sozialer Verantwortung stehen.

Die beiden Partner gehen das gemeinsame Vorhaben in Form einer ersten, einjährigen Kooperation mit perspektivischer Verlängerung auf unbestimmte Zeit an. Zielsetzung ist zu Beginn, ein digitales und unterhaltsames Zuhause für die von der LAG NRW begleiteten und geförderten Zielgruppen ins Leben zu rufen. Als Grundlage dient “TES – The Esports Software”, eine von STARK Esports speziell entwickelte Gaming & Esports-Softwarelösung.

 Realer Fußball trifft auf virtuelles Pendant

 Geschäftsführer Patrick Arnold freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns als Netzwerkverbund der sozialpädagogischen Fanprojekte auf nordrhein-westfälischer Landesebene sehr, auch das Feld des E-Gamings zu betreten. Faninteressen – vor allem von Jugendlichen – bilden sich immer mehr auch digital ab, diese Jugendlichen wollen wir abholen und über das Interesse am Fußball sicherstellen, neue Kontakte zu knüpfen und daraus resultierend auch mögliche Potenziale für eine gelingende soziale Arbeit im digitalen Raum zu formieren. Das wir dieses Projekt in Kooperation mit STARK Esports, dem Marktführer im Bereich FIFA Esports umsetzen können, erfüllt uns mit Stolz, vor allem weil sich dadurch neue Wege der Kommunikation erschließen und wir auf das umfangreiche Knowhow im technischen Bereich zurückgreifen können.“

 Martin Wyss, Managing Director von STARK Esports kommentiert die neue Kooperation wie folgt: „Es freut uns sehr, dass wir mit LAG den ersten Partner im Fan-Umfeld gewinnen konnten. Die Arbeit, die in der Sozialarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fußballfans geleistet wird, ist enorm wichtig für den Fußball und unsere Gesellschaft und daher war es für uns eine Selbstverständlichkeit, dieses Projekt voll und ganz zu unterstützen. Mit TES bieten wir eine Lösung für verschiedene Communities, welche sich durch unsere Plattform vernetzen und austauschen können. Wir haben LAG in den letzten Monaten intensiv begleitet und die LAG-Plattform dabei auf Basis von TES als White Label-Lösung nach Anforderungen des Kunden und im eigenem LAG Branding umgesetzt.“

Über die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW e.V.

 Die Landesarbeitsgemeinschaft ist eine unabhängige Fachorganisation zur Förderung von Sozial-arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fußballfans auf nordrhein-westfälischer Landes-ebene und stellt ein Forum für die Zusammenarbeit, den Informationsaustausch und die fachliche Meinungsbildung ihrer Mitglieder dar.

Sie vertritt die gemeinsamen Interessen der Vereinsmitglieder und beteiligt sich an der sozial-, jugend- sowie fachpolitischen Diskussion über die soziale Arbeit für und mit jungen Fußballfans.

 Weitere Informationen unter: www.lag-fanprojekte-nrw.de

 Über STARK Esports

 STARK Esports (kurz STARK) ist eine der führenden Esports-Agenturen in Europa, welche ihre Services und Produkte international anbietet. Gegründet wurde STARK 2015 durch ehemalige Profispieler und Esports-Enthusiasten, die über langjährige Erfahrung in der Gaming-Industrie verfügen.

STARK ist als Dienstleister für die Esports-Engagements zahlreicher nationaler und internationaler Brands, Verbände und Clubs verantwortlich und fokussiert sich auf die Bereiche Beratung, Digitalisierung, Events & Media, Content sowie Vermarktung und betreibt global eigene Produkte, Plattformen und Marken rund um das Thema Esports.

Weitere Informationen unter: www.starkesports.com/

Pressemitteilung_LAG x STARK Esports_


NRW-Integrations- & Jugendminister Dr. Joachim Stamp besucht das Imkereiprojekt „RefuBEE“ mit geflüchteten Jugendlichen des Fanprojekts Dortmund

Im Rahmen des NRW-Förderprogramms zur Integration junger Geflüchteter hat das BVB-Lernzentrum, in Trägerschaft des Fan-Projekts Dortmund e.V., ein besonderes Imkerprojekt namens „RefuBEE“ entwickelt.
Junge Menschen mit Fluchthintergrund haben an drei verschiedenen Standorten Bienenvölker angesiedelt und diese unter fachmännischer Betreuung über den Sommer begleitet. Nun konnte das stolze Ergebnis, die ersten RefuBEE-Honiggläser, dem NRW Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie stellvertretenden Ministerpräsident Dr. Joachim Stamp präsentiert werden. Zusammen mit drei Jugendlichen führte Dennis Knöppel, Mitarbeiter des BVB-Lernzentrums und Hobbyimker, den Minister in die Kunst der Honiggewinnung ein. Ebenso wurden zusammen mit den Jugendlichen Bienenwachsmalstifte angefertigt. Dr. Joachim Stamp würdigte die geleiteste Arbeit und betonte die hohe Bedeutung von Projekten zur gesellschaftlichen Integration von geflüchteten Jugendlichen und lobte den Zugang der Fanprojekte zu verschiedenen Anspruchsgrupen, die über die Beigeisterung am Fußball genutzt werden.

Darüber hinaus informierte er sich über die Ziele der politischen Jugendbildungsarbeit der Fanprojekte sowie über die aktuellen Entwicklungen in den Fanszenen sowie über die Herausforderungen die sich auf Grund der Corona-Pandemie für Fans und Vereine aber auch die aufsuchende Jugendsozialarbeit ergeben. Im Rahmen der 90 Minütigen Diskussion erwies sich Minister Dr. Stamp erneut als ausgewiesener Fußballfachmann und Freund der vielschichtigen Angebote der sozialpädagogischen Fanprojekte in NRW. Einen Schwerpunkt seiner Nachfragen legte er auf die Prävention von antisemitischen Vorurteilen im Fußball. In diesem Rahmen wurde Herrn Stamp die Broschüre der Fanprojekte in der NRW überreicht, in der die historisch-politischen Bildungsangebote der einzelenen Standorte genauer vorgestellt werden. (Link Broschüre)
Das Fanprojekt Dortmund und die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW dankten dem Minister ihrerseits für sein Engagement, welches einen erheblichen Beitrag zur Realisierung diverser Projekte in den Bereichen Integration sowie der umfangreichen Diskriminierungsprävention liefert.


Pressemitteilung: Fanprojekte NRW präsentieren 5. Fußballkulturtage NRW

Bochum, 01. Oktober 2020:  Ob in Kunst, Literatur oder Kino – Fußball und Kultur sind mittlerweile ein eingespieltes Duo. Vom 6. bis 21. Oktober 2020 präsentieren die Fanprojekte in Nordrhein-Westfalen insgesamt 33 Veranstaltungen, verteilt auf das gesamte Bundesland.

Kulturveranstaltungen sind fester Bestandteil der Fanprojektarbeit, um jugendliche Fans zur Erweiterung ihres Fußballhorizonts anzuregen. Mit den Fußballkulturtagen NRW schaffen es die sozialpädagogischen Fanprojekte auf nordrhein-westfälischer Landesebene erneut, den Themen, die ansonsten in der medialen Betrachtung des Fußballs eher unterrepräsentiert sind, eine gewisse Öffentlichkeit zu geben.

„Erinnern heißt handeln“ heißt der Leitsatz, der sich auf den Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe bezieht. Viele Standorte präsentieren Angebote im Bereich der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit und stellen somit einen Bezug zum Fußball sowie zur Gegenwart dar. Dafür wird sich verschiedener Formate bedient, so gibt es Vorträge, historisch-politische Stadtrundgänge, Filmbeiträge und sogar eine Tour mit dem Rad.

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Fanbeauftragte der Vereine und Fanprojekte erarbeiten Leitbild zur Professionalisierung der Zusammenarbeit

Im Rahmen eines intensiven Austausches zwischen Verteter*innen der Fanbeauftragten der Vereine sowie den sozialpädagogischen Fanprojekte ist ein Leitbild zur Prefessionalisierung der Zusammenarbeit entstanden. In diesen Prozess waren neben der Koordinationsstelle der Fanprojekte auch die beiden Spitzenverbände DFB und DFL sowie Vertreter*innen der Wissenschaft involviert.

EMPFEHLUNGEN FÜR EINE GELINGENDE ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN FANBEAUFTRAGTEN UND FANPROJEKTEN

Die professionelle Fanarbeit im deutschen Fußball besteht aus zwei Säulen, den Fanbeauftragten der Clubs / Vereine und den sozialpädagogischen Fanprojekten als unabhängige Einrichtungen
der Jugendhilfe. Ihre Angebote bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Fanarbeit.

Die Fanbeauftragten sind die Ansprechpartner der Clubs / Vereine für alle Fans und Zuschauer*innen und als solche die zentrale Instanz für den Dialog und die Vermittlung zwischen Verein und dessen Fans. Sie sind als Expert*innen in vereinsinterne Prozesse eingebunden. Ihnen obliegt eine Vielzahl von Aufgaben im Gesamtkontext der operativen und präventiven Maßnahmen eines Spiels. (mehr …)


Dorstfeld im Gespräch: Rechtsextremismus als Herausforderung für Sportvereine

Dorstfeld im Gespräch: Rechtsextremismus als Herausforderung für Sportvereine

8. September 2020, 18.30 Uhr in der Gymnastikhalle des SV Eintracht Dorstfeld, Am Wasserfall 26, 44149 Dortmund (Zugang ist über die Schulhöfe der Fine-Frau-Grundschule und der Martin-Luther-King-Gesamtschule möglich)

(Sport)vereine sind ein wesentliches Element von Zivilgesellschaft und leisten ein wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration – so auch in Dorstfeld. Doch zugleich sehen sich Sportvereine auch immer wieder mit Rechtsextremen konfrontiert, sei es als Mitglieder, durch Unterwanderungsversuche oder aber auch als Zuschauer*innen bei Sportveranstaltungen. Neben der Frage, wie politisch Sportvereine sein können und müssen stellt sich die praktische Herausforderung mit dem Umgang mit Rechtsextremismus. Welche Strategien und präventiven Maßnahmen können Sportvereine hier verfolgen, was hat sich als hilfreich erwiesen? Und welche Rolle kommt Vereinen in der Bekämpfung des Rechtsextremismus sowie diskriminierender Haltungen zu?

Diese und weitere Fragen wollen wir zusammen mit Patrick Arnold (Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW e.V. ) und Gundolf Walaschewski (Präsident des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen) im Rahmen von »Dorstfeld im Gespräch« diskutieren. (mehr …)


Paddelspaß in NRW – Jugendarbeit auf Flüssen und Badeseen

Ob auf dem Bodensee, der Ruhr oder der Ostsee – immer mehr Stehpaddler tummeln sich auf hiesigen Gewässern und genießen das Gefühl, inmitten der Natur förmlich schwerelos über das Wasser zu gleiten. Stand Up Paddling, kurz SUP genannt, hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten vom Geheimtipp wassersportbegeisterter Insider zum Breitensport für alle Altersklassen entwickelt. Wirklich neu ist das Paddeln im Stehen allerdings nicht, finden sich doch in zahlreichen Kulturen weltweit Belege dafür, dass Menschen seit Jahrhunderten kleine Flöße oder Kanus dazu nutzen, um sich stehend mithilfe eines Paddels oder einer Stange auf dem Wasser fortzubewegen. Das Stand Up Paddling im heutigen Sinn soll angeblich seine Ursprünge auf Hawaii haben, als dort Mitte des letzten Jahrhunderts das Surfen boomte. Um einen besseren Überblick über den Wellengang und ihre Schüler zu haben, stellten sich die Surflehrer aufrecht auf ihre Bretter. Unter Zuhilfenahme eines Paddels war es ihnen zudem möglich, sich schnell zwischen Ufer und den wellenbrechenden Riffen hin- und herzubewegen. Ab Ende der 1990er Jahre entwickelte sich das Stand Up Paddling schließlich zu einer eigenständigen Sportart. Erste Wettkämpfe wurden initiiert und spezielle Boards für die unterschiedlichen Gewässerarten konstruiert. Zeitgleich begann es sich im Freizeitsport zu etablieren, wo es in den letzten Jahren einen regelrechten Boom auslöste. Denn um SUPler*in zu werden, braucht es abgesehen vom Equipment nicht viel: nur den Mut, sich mit einem Paddel in der Hand auf ein Board zu stellen. Das Paddel, das abwechselnd auf beiden Seiten eingetaucht wird, sollte dabei stets so eingestellt sein, dass es um eine Blattlänge die eigene Körpergröße überragt. Die Füße platziert man hüftbreit auf Höhe des mittig am Board sitzenden Griffs, die Beine sind leicht gebeugt und schon kann es losgehen. Und wenn einen der Gleichgewichtssinn doch mal verlässt, geht man halt baden.

Physical distancing auf dem Wasser

Wer jetzt glaubt, SUP sei nur ein Sport, bei dem man fernab des Alltags die Natur genießt, während man sich allein oder in der Gruppe gemächlich fortbewegt, der irrt gewaltig. Rennen über kurze oder lange Distanzen oder Geschicklichkeitsspiele, bei denen herausfordernde Aufgaben von den gegen einander antretenden Mannschaften zu bewältigen sind, erfordern ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Koordinationsvermögen, sorgen aber auch für jede Menge Spaß und Action und fördern nicht zuletzt den Teamgeist. „Außerdem ist SUP coronatauglich“ berichtet Patrick Arnold – „und das macht es einmal mehr zum Sport dieses Sommers. Aufgrund der Ausmaße des Boards bleibt nämlich der geforderte Abstand zu anderen Personen auf dem Wasser stets gewahrt.“ (mehr …)


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